In den letzten Jahren mussten wir einen enormen politischen Rechtsruck in Deutschland und in Europa erleben. Wir sind mit einer wachsenden Zahl rechten Bewegung konfrontiert, die  auf der Straße und in den Parlamenten ihre Hetze verbreiten.  

Gerade die zwischenzeitlich hohen Zustimmungswerte für die AfD zeigen deutliche, dass Rassismus und Demokratiefeindlichkeit auch tief in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ verwurzelt sind. Durch ihr offen rassistisches Auftreten in den Landesparlamenten verschiebt die AfD den gesellschaftlichen Diskurs. Sie macht Diskriminierung und rechte Hetze salonfähig und stellt so eine große Gefahr für die Demokratie und Vielfalt in unserer Gesellschaft dar. 

Ob nun die Morde des NSU oder Brandanschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und deren Unterstützer*innen – rechte Gewalt hat rasant zugenommen und ist politisch oftmals noch unterschätzt! Für uns steht fest:Das klare Bekenntnis zum Antifaschismus ist heute genauso notwendig wie eh und je! 

Deshalb bezeichnen wir Jusos uns als Antifaschist*innen. In diesem Sinne stellen wir uns rassistischen, neonazistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Ideologien beharrlich entgegen, wo immer wir ihnen begegnen. Für uns heißt das, dass wir Rassismus und Faschismus zum einen auf politischer Ebene bekämpfen wollen. Das machen wir, in dem wir rechte Hetze kontinuierlich als das entlarven was sie ist, sowie eigene politische Forderungen aufstellen, die die Inklusion und Vielfalt in unserer Gesellschaft stärken. Zum anderen ist für uns aber ebenso wichtig, rechten Parolen auf den Straßen lautstark und entschlossen entgegenzutreten! Unser Ziel ist dabei klar: Kein Fußbreit den Nazis und Rassist*innen! Dazu engagieren wir uns in Bündnissen wie dem Berliner Bündnis gegen Rechts oder Aufstehen gegen Rassismus, in denen wir zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen Gegenproteste und -aktionen organisieren. Gegen Neonazis und Rechtspopulist*innen zu demonstrieren und sie dort wo es möglich ist zu blockiere, ist für uns ein wichtiger Beitrag zum Schutz unsere Demokratie! 

Einen großen Raum nimmt in unserem Verband auch die Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit ein. Das Gedenken an die Opfer rechter und nationalsozialistischen Gewalt und die Erinnerung an diese grässlichen Verbrechen ist für uns unverzichtbar. Kein Vergessen –niemals! Gerade junge Menschen wollen wir für die Gefahren durch rassistische, antisemitische, geschichtsrevisionistische und menschenfeindliche Einstellungen sensibilisieren und zum gesellschaftlichen Engagement animieren.